INTERVAL vom BMJV mit der Evaluierung der Regelungen §§ 504a, 505 Absatz 2 Satz 2 BGB beauftragt

Die Bestimmungen der §§ 504a, 505 Absatz 2 Satz 2 BGB wurden vom Gesetzgeber 2016 eingeführt, um Verbraucherinnen und Verbraucher in Fällen dauerhafter und erheblicher Überziehungen ihrer Konten besser vor übermäßigen und vermeidbaren Belastungen zu schützen. Das Forschungsvorhaben, das INTERVAL in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Kai-Oliver Knops durchführt, ist auf zehn Monate angelegt. In dieser Zeit wird untersucht, wie Banken und Kreditinstitute die seit 21. März 2016 geltende Beratungsangebotspflicht umsetzen und welche Auswirkungen dies auf Verbraucherinnen und Verbraucher und ihre finanzielle Belastung hat.

Hierfür werden Primärerhebungen bei Banken und Kreditinstituten, bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie bei Verbänden und weiteren Akteuren durchgeführt. Auf Basis umfangreicher und aktueller Daten wird dann geprüft und bewertet, ob sich die Vorschriften der §§ 504a, 505 Absatz 2 Satz 2 BGB in der Praxis bewährt haben und ob ggf. weiterer gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.

Die Erhebungen beginnen im Sommer 2020 und im Frühjahr 2021 wird dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz der Schlussbericht übergeben.

Ansprechpartner ist Herr Dr. Stefan Ekert.