Evaluation zur Förderung von Jugendwohnheimen

Auftraggeber Bundesagentur für Arbeit (BA)
Laufzeit: 2021 – 2022
Ansprechpartner: Dr. Jörn Sommer

Zum Hintergrund der Studie

Auf dem deutschen Ausbildungsmarkt stehen sich Regionen mit Versorgungs-, Besetzungs- oder Passungsproblemen gegenüber. Mobilität von Bewerberinnen und Bewerbern unterstützt den Ausgleich dieser regionalen Disparitäten. Jugendwohnheime, die den Jugendlichen preiswerten Wohnraum, Verpflegung und sozialpädagogische Begleitung am Ort ihrer Ausbildung bieten, können die Bereitschaft zu dieser Mobilität erhöhen. Ein zeitgemäßer Zustand der Einrichtungen ist dafür erforderlich, dass Jugendwohnen den Auszubildenden attraktiv erscheint.

Vor diesem Hintergrund fördert die Bundesagentur für Arbeit nach § 80a und § 80b (SGB III) Sanierungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen der Jugendwohnheime durch Darlehen und (Zins-) Zuschüsse. Voraussetzung ist, dass dies zum Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt und zur Förderung der Berufsausbildung erforderlich ist und Träger oder Dritte sich in angemessenem Umfang an den Kosten beteiligen.

Über die Evaluation

Die für diese Förderung zuständige Bundesagentur für Arbeit hat Interesse, mehr über die Wirksamkeit und den Bedarf dieser Förderung zu erfahren. Hierfür hat sie InterVal mit einer bis Mitte 2022 laufenden Evaluation beauftragt. Diese umfasst neben der Wirkungsanalyse und der Erfassung der Investitionsbedarfe in den Jugendwohnheimen auch eine Untersuchung der Förderkonditionen in Hinblick auf die Bedarfe und auf die alternativen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Hierfür wird ein Mixed-Method-Ansatz verfolgt, der quantitative und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung kombiniert. Eine Online-Befragung der Einrichtungen liefert eine Bestandsaufnahme zu Fragen der Investitionsbedarfe und der Förderung. Wirkungen werden schwerpunktmäßig durch eine Online-Befragung von Auszubildenden ermittelt. Im Anschluss erfolgt eine qualitative Vertiefung durch Expertinnen- und Experteninterviews und problemzentrierte Interviews mit verschiedenen Akteuren des Jugendwohnens (z. B. Jugendwohnheimträger, Bewohnerinnen und Bewohner, Eltern, Betriebe, Arbeitgeberservice sowie politische Verantwortliche).