Begleitende Wirkungsanalyse von „Librileo“

Auftraggeber Auridis Stiftung gGmbH
Laufzeit: 2018 – 2020
Ansprechpartnerin: Dr. Nikola Ornig

Über das Angebot

Das Berliner Unternehmen „Librileo gemeinnützig UG“ (kurz: „Librileo“) verfolgt als zentrale Ziele, die Eltern-Kind-Beziehung und das Vorlesen in Familien mit Kindern im Alter von null bis sieben Jahren zu stärken. Hierfür werden Familien sogenannte Bücherboxen und Vorleseveranstaltungen angeboten, die über staatliche Leistungen für Bildung und Teilhabe (Bildungs- und Teilhabepaket bzw. Bildungspaket) finanziert werden können. „Librileo“ wird von der Auridis Stiftung gGmbH unterstützt.

Die Bücherboxen enthalten jeweils ein altersgerechtes Bilderbuch, ein Spiel sowie ein Informationsblatt für Eltern zum Thema der jeweiligen Box und werden alle drei Monate an die Familien gesendet. Durch die Bücherboxen und begleitenden Vorleseveranstaltungen sollen insbesondere Familien „in herausfordernden Situationen“ zur aktiven Nutzung von Büchern angeregt werden.

Über die Wirkungsanalyse

Aufgabe der Wirkungsanalyse im Auftrag der Auridis Stiftung gGmbH war es, die Zielgruppenerreichung, die Akzeptanz und Nutzung der Librileo-Bücherboxen in den Familien sowie kurz- und längerfristige Veränderungen in den Familien, die auf die Librileo-Bücherboxen zurückzuführen sind, zu untersuchen.

Unser Forschungsdesign fußte deshalb auf dem Vergleich verschiedener Aspekte der familiären Vorlesepraxis auf Basis standardisierter Erhebungen zu zwei Messzeitpunkten: nach Erhalt der ersten und nach Erhalt der vierten Bücherbox.
Zudem wurden mittel- und längerfristige Effekte mittels qualitativer Vertiefungsinterviews mit Familien, die mehrere Bücherboxen erhalten hatten, beleuchtet.

Ergebnisse

Die Wirkungsforschung zeigte, dass durch eine gezielte, persönliche Ansprache der Zugang zur Zielgruppe der Familien in herausfordernden Situationen in hohem Maße gelang. Zudem konnte eine Steigerung der Häufigkeit des Vorlesens bei Familien, die zu Programmbeginn geringe Vorleseaktivitäten zeigten, beobachtet werden.

Die Bücher erwiesen sich als das für die Familien zentrale und – dauerhaft – meistgenutzte Element der Bücherboxen, was nach Einschätzung der Evaluation u. a. auf die sehr gute Alterspassung und die lebensweltlichen Bezüge der ausgewählten Bücher zurückzuführen war.