Evaluation der Förderung von Inklusionsbetrieben im Rahmen des Programms „Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb“ und des bestehenden Förderinstrumentariums

Auftraggeber Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Partner: Vert. Prof. Dr. habil. Thomas Gericke, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Laufzeit: 2017 – 2020
Ansprechpartner: Dr. Jörn Sommer

Zum Hintergrund der Evaluation

Inklusionsbetriebe nach § 215 SGB IX (bis 2017 unter dem Namen Integrationsprojekte) bieten solchen schwerbehinderten Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, denen es trotz Ausschöpfens aller Möglichkeiten nicht gelingt, in anderen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts eine Beschäftigung zu finden. Durch die gemeinsame Beschäftigung mit Menschen ohne Behinderung zeigen sie in vielen Branchen, wie Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gelingen kann. Sie leisten damit nicht nur einen Beitrag zur beruflichen und sozialen Teilhabe, sondern auch zur Mobilisierung aller verfügbaren Ressourcen bei der Absicherung des zu erwartenden Fachkräftebedarfes. Die Zahl der Inklusionsbetriebe steigt. Die zuletzt 895 aktiven Inklusionsbetriebe haben in ihren fast 28.000 Arbeitsplätzen auch 13.000 Menschen mit Schwerbehinderung in Wertschöpfungsketten eingebunden. Gleichwohl stehen die Inklusionsbetriebe auch vor der Herausforderung, sich im Wettbewerb mit anderen Unternehmen behaupten zu müssen. Zur Frage, wie die Potenziale der Inklusionsbetriebe ausgebaut werden können, besteht entsprechend Forschungsbedarf.

Über die Evaluation

Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens war es, herauszufinden, welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren gegeben sein müssen, damit die Förderung von Inklusionsbetrieben wirksam und nachhaltig erfolgen kann. Zu untersuchen waren sowohl ihre betriebswirtschaftlichen Faktoren und Inklusionsstrategien im Rahmen der jeweiligen Arbeits- und Absatzmärkte, als auch die Gestaltungsspielräume ihrer Förderung. Als Datenbasis dienten insbesondere Betriebsfallstudien, standardisierte Befragungen und qualitative Interviews mit Inklusionsbetrieben, Integrationsämtern und Vertreterinnen und Vertretern der Länder, die durch Sekundärdatenanalysen ergänzt wurden. Schlussfolgerungen aus den empirischen Daten wurden auf einem Workshop mit den fördernden Akteuren reflektiert.

Ergebnisse

Die Gestaltung der Förderung durch die Integrationsämter war trotz vieler Gemeinsamkeiten hinreichend unterschiedlich, um aus dem Vergleich Vor- und Nachteile für die Effektivität und Effizienz abzuleiten. Die Ergebnisse der Evaluation werden in Kürze auf den Seiten des BMAS veröffentlicht sowie auf den nächsten Inklusionstagen (3./4. Mai 2021) vorgestellt.