Berufliche Rehabilitation

Das System der Erst- und Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt ist, nicht zuletzt durch die UN-Behindertenrechtskonvention, unter Druck geraten, inklusivere Formen der beruflichen Teilhabe zu fördern.

Wir forschen in diesem Feld zu den Chancen von Programmen und Initiativen und nehmen die Handlungslogiken sowie die Rahmenbedingungen relevanter Institutionen mit in den Blick. Dazu zählen z. B. Inklusionsbetriebe, Werkstätten für Behinderte und Arbeitsagenturen. Des Weiteren beraten wir beteiligte Akteure auch ex ante und prozessbegleitend bei der Erprobung innovativer Ansätze.

Evaluation der Förderung von Inklusionsbetrieben

Inklusionsbetriebe nach § 215 SGB IX (bis 2017 unter dem Namen Integrationsprojekte) bieten solchen schwerbehinderten Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, denen es trotz Ausschöpfens aller Möglichkeiten nicht gelingt, in anderen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts eine Beschäftigung zu finden. Wir forschten im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) dazu, welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren gegeben sein müssen, damit die Förderung von Inklusionsbetrieben wirksam und nachhaltig erfolgen kann.

Evaluation sowie Begleitung des Weiterentwicklungs- und Partizipationsprozesses des Behindertenpolitischen Maßnahmenpaketes der Landesregierung 2.0

Das Land Brandenburg hat als eines der ersten aus den normativen Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention ein umfangreiches Maßnahmenpaket abgeleitet. Die derzeit 105 Maßnahmen reichen von der Förderung barrierefreier Zugänge zu Praxen bis hin zur Förderung von Inklusionsbetrieben oder zur Prüfung des Landeswahlrechts. Ihre Weiterentwicklung, trotz der Bedingungen durch die Pandemie, partizipativ zu organisieren, ist unsere Aufgabe im Jahr 2021.

#rehagramm – Evaluation und Weiterentwicklung beruflicher Integrationsmaßnahmen in Berufsförderungswerken für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

In den letzten Jahren gab es einen deutlichen Anstieg im Auftreten von psychischen Erkrankungen. Im Durchschnitt sind Beschäftigte mit solchen Beeinträchtigungen länger arbeitsunfähig als andere Erkrankte und von einem verfrühten Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit besonders bedroht. Im Projekt „#rehagramm“ haben sich Berufsförderungswerke zusammengeschlossen, um die Konzepte für Integrationsmaßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Aktivierung und Integration (langzeit-)arbeitsloser blinder und sehbehinderter Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen finden auch dann, wenn sie eine bedarfsgerechte berufliche Qualifikation erworben haben, nur sehr schwer Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund haben sieben Partnerinstitutionen das Projekt „AKTILA-BS“ ins Leben gerufen, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wurde. Wir führten die wissenschaftliche Begleitung von „AKTILA-BS“ durch.

Demografischer Wandel und soziale Teilhabe

Demografische Entwicklungen wie steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenzahlen, aber auch Wanderungsbewegungen stellen Bund, Länder und Kommunen vor vielfältige, regional sehr unterschiedliche Herausforderungen. Es gilt u. a., die gesellschaftliche Teilhabe und den Zugang zu sozialer Infrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger in strukturstarken wie strukturschwachen Regionen Deutschlands zu sichern und gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen.

Wir begleiten und evaluieren in diesem Feld Programme, die durch freiwilliges Engagement sowie generationenübergreifende und sozialraumorientierte Ansätze soziale Teilhabe verschiedener gesellschaftlicher Gruppen fördern. Des Weiteren beleuchten wir, inwiefern in einer alternden Gesellschaft Familien und Individuen durch gesetzliche Regelungen unterstützt werden können.

Evaluation im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander

Mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander wurde zum 1. Januar 2021 die Förderung von bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in eine neue Programmphase überführt. Als Fachprogramm im Rahmen des gesamtdeutschen Fördersystems soll das Bundesprogramm zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen. Als Programmpartnerin für die Evaluation setzen wir empirische Erhebungen und Analysen um, begleiten die Anwendung und Weiterentwicklung von Qualitätskriterien und unterstützen die Programmsteuerung.

Evaluation im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus

Mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 bundesweit fast 540 Einrichtungen, die mit dem Engagement vieler Freiwilliger verschiedenste Angebote für die Bevölkerung vor Ort umsetzten – für Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft. Als Programmpartnerin setzten wir die begleitende Evaluation um und moderierten einen Sonderschwerpunkt zu Qualitätskriterien.

Qualitative Evaluation des Förderprogramms Generation³

Freiwilliges Engagement von Jugendlichen zu unterstützen und Mitbestimmung junger Menschen in der Politik und in der Gesellschaft zu verbessern waren die Hauptziele des Programms „Generation³“. Von 2015 bis 2020 wurden hierfür mit Mitteln des Landes Niedersachsen innovative Projekte von jungen Menschen gefördert. InterVal untersuchte die Zielgruppen- und Zielerreichung in einer begleitenden qualitativen Evaluation des Programms.

Untersuchung der Regelungen des Pflegezeitgesetzes und des Familienpflegezeitgesetzes

Die Zahl der im häuslichen Umfeld durch meist weibliche Angehörige betreuten Pflegebedürftigen steigt stetig und macht die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden wir beauftragt, die Gesetzesänderungen von Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) zu untersuchen.

Gesetzesevaluationen

Mit der Einführung neuer und der Modernisierung bestehender gesetzlicher Regelungen verfolgt der Gesetzgeber meist sehr konkrete und auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelte Ziele.

Wir untersuchen die rechtstatsächlichen Auswirkungen von Gesetzen auf die jeweiligen Zielgruppen und gehen der Frage nach, in welchem Maße die Ziele der Gesetzgebung in der Praxis erreicht wurden. Dabei kombinieren wir sozialwissenschaftliche Evaluationsmethoden mit der jeweils notwendigen juristischen Expertise unserer Partner. So erfüllen wir gesetzlich verankerte Evaluationsaufträge und liefern dem Gesetzgeber empirisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Weiterentwicklung der bestehenden Rechtslage.

Evaluierung der Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reform)

Im September 2009 trat das „Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)“ in Kraft (Artikel 1 des „FGG-Reformgesetzes“). Es führte zu einer Neuordnung der Regelungen für Familiensachen sowie für Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Betreuungs- und Unterbringungs- sowie Nachlass- und Registersachen. Durch die Reform sollten unter anderem Regelungslücken geschlossen, die rechtsstaatliche Ausgestaltung von Verfahren verbessert sowie eine anwenderfreundlichere Sprache und Aufbau des Gesetzes erreicht werden.

Forschungsvorhaben zum Thema „Erforschung der Ursachen des Rückgangs der Eingangszahlen bei den Zivilgerichten“

Die Zahlen der neu eingegangenen Zivilverfahren erster Instanz bei Amts- und Landgerichten sind seit Jahren stark rückläufig. Zwischen 1997 und 2017 sind die Neuzugänge bei Amtsgerichten um 44,4 % und bei den Landgerichten um 27,2 % zurückgegangen. Die Ursachen dieser Entwicklung sind bislang ungeklärt und sollen im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz erforscht werden. Ziel dessen ist es darüber Erkenntnisse über die künftige Ausgestaltung des Zivilprozesses und etwaigen Handlungsbedarf für zivilprozessuale Änderungen zu gewinnen.

Evaluierung der Regelungen zur Beratungsangebotspflicht beim Dispositions- und Überziehungskredit in §§ 504a, 505 Absatz 2 Satz 2 BGB

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 sind Regelungen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes in Fällen dauerhafter und erheblicher Überziehung von Girokonten eingeführt worden. Im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz hat InterVal die gesetzlichen Regelungen zur Beratungsangebotspflicht insbesondere hinsichtlich ihrer Umsetzung in der Praxis sowie der Wirksamkeit und Zielerreichung untersucht.

Forschungsvorhaben zum Thema „Veranstaltermäßig vertriebene Reiseeinzelleistungen und Tagesreisen zu einem Reisepreis von bis zu 500 Euro“

Mit der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie und dem Inkrafttreten des Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften am 1. Juli 2018 wurde das Reisevertragsrecht in Deutschland neu geregelt. Diese Änderungen führten zu einer abweichenden Rechtslage für veranstaltermäßig vertriebene Reiseeinzelleistungen sowie Tagesreisen mit einem Reisepreis von bis zu 500 Euro. Weil im Zuge der Rechtsänderung befürchtet wurde, dass sich hieraus negative Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher ergeben, sollte InterVal im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz die Auswirkugen dieser Rechtsänderung auf den Reisemarkt und etwaige damit in Zusammenhang stehende Probleme untersuchen.

Evaluation des Anerkennungsgesetzes des Bundes

Am 1. April 2012 trat in Deutschland das Anerkennungsgesetz des Bundes in Kraft, das seither die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen regelt. Der im Gesetz gesicherte allgemeine Rechtsanspruch auf ein geregeltes Anerkennungsverfahren gilt für alle Menschen mit im Ausland erworbenem Berufsabschluss. Um zu überprüfen, inwiefern die Ziele des Gesetzes vier Jahre nach seiner Einführung erreicht wurden, haben wir den gesetzlich verankerten Evaluationsauftrag ausgeführt.

Evaluation der Auswirkungen des novellierten Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Die unbefristete Beschäftigung ist in Deutschland das Normalarbeitsverhältnis. Diese allgemein geltende Regel ist auf das Wissenschaftssystem nur bedingt übertragbar, da Beschäftigung darin auch der wissenschaftlichen Qualifizierung dienen soll. Befristungen erfüllen hier die Funktion, dass davon möglichst viele Personen und die Gesellschaft profitieren können. Mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde ein hieran angepasstes Arbeitsrecht geschaffen.

Übergang Schule-Beruf

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen mit komplexen Herausforderungen der Identitätsfindung verbunden. Für individuell oder sozial Benachteiligte besteht ein besonderes Risiko an den Anforderungen dieses Prozesses zu scheitern.

Wo vielversprechende Ansätze erprobt werden, um Brüche im Übergang zu vermeiden, sind wir seit Jahren mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu Erfolgsfaktoren und notwendigen Rahmenbedingungen dabei. So evaluieren wir Ansätze zur Vorbereitung dieses Übergangs in der Schule, z. B. durch Berufsorientierung oder Prävention von Schulverweigerung, ebenso wie solche zur Hinführung entkoppelter junger Menschen an Bildungsprozesse und das Sozialleistungssystem oder zur rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit von Institutionen.

Wissenschaftliche Begleitung BWP 4.0, Los 3

Der „Berufswahlpass“ ist ein Portfolioinstrument der Berufsorientierung und Gemeinschaftsprodukt von 14 Bundesländern, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit. Mit einer jährlichen Auflage von ca. 200.000 Exemplaren zählt er zu den verbreitetsten Maßnahmen am Übergang Schule – Beruf. Acht Länder haben sich unter Federführung von NRW für seine Digitalisierung zusammengeschlossen.

Evaluation des Bundesprogramms RESPEKT

In Deutschland steht ein ausdifferenziertes und über das Sozialgesetzbuch (SGB) rechtlich normiertes System sozialer Leistungen mit einem komplementären Angebot allgemeiner schulischer Bildung zur Verfügung. Ein nicht unerheblicher Teil junger Menschen mit Problemen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit wird von diesem System jedoch nicht erreicht bzw. greift dabei nicht auf die verfügbaren Hilfestellungen des Systems zurück.

Evaluation der Hamburger Jugendberufsagentur

Mit der Einführung des SGB II sind parallel drei Sozialleistungsträger für die Förderung und Beratung Jugendlicher zuständig: die Agenturen für Arbeit, die Träger der Jugendhilfe und die Grundsicherungsstellen. Hinzu kommen die schulischen Akteure mit ihren Schnittstellen zu den Sozialleistungsträgern. Mit der Zusammenführung ihrer Leistungen unter dem Dach der Jugendberufsagentur Hamburg wird den daraus resultierenden Herausforderungen begegnet.

Evaluation des BMBF Programms zur Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Um die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2008 das Programm zur „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ (BOP). Über eine Dauer von 4,5 Jahren hat InterVal mit Partnern die Evaluation des BOP vorgenommen. Erhebungsumfang und Komplexität heben die Studie von bisherigen Untersuchungen zur Berufswahlkompetenz ab.

Gleichstellungspolitik

Chancengleichheit zu fördern bedeutet u. a., Menschen jeden Geschlechts, selbstbestimmte Entscheidungen zur Lebensplanung abseits von Rollenklischees und ein Leben ohne Gewalt- und Noterfahrungen zu ermöglichen. Dazu zählt, bestehenden geschlechtsspezifischen Benachteiligungen entgegenzuwirken.

Die Bandbreite unserer Evaluationen in diesem Politikfeld umfasst sowohl Studien zu spezifischen Hilfsangeboten in schwierigen Lebenssituationen als auch die Evaluation von Ansätzen zur Förderung fairer Einkommensperspektiven und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Evaluation des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Angebot der anonymen Erstberatung und Weitervermittlung für von Gewalt betroffene Frauen sowie Unterstützerinnen und Unterstützer aus ihrem Umfeld. Wir haben fünf Jahre nach Aufbau des Angebots Bekanntheit, Akzeptanz und Wirkungen des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ untersucht.

Evaluation des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt

Schwangere Frauen in psychosozialen Notlagen, die sich gezwungen sehen, ihre Schwangerschaft zu verheimlichen, sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe, die vom regulären Hilfesystem möglichst gut aufgefangen werden soll. 2014 trat deshalb das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt (SchwHiAusbauG) in Kraft. Zeitnah nach der Einführung des Gesetzes wurde InterVal mit seiner Evaluation beauftragt.

Evaluation eines Projektes zur Beratungsgestützten Einführung des betrieblichen Lohntestverfahrens Logib-D

Logib-D („Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“) ist ein anonym und freiwillig zu nutzendes Lohntestverfahren für Unternehmen, womit Arbeitgeber und Personalverantwortliche Entgeltunterschiede zwischen ihren weiblichen und männlichen Mitarbeitenden analysieren können. InterVal wurde beauftragt, die Akzeptanz und Wirksamkeit der beratungsgestützten Einführung von Logib-D sowie den Bekanntheitsgrad des Lohntestverfahrens zu untersuchen.

Expertise zur Entwicklung familienunterstützender Dienstleistungen in Frankreich

Aufgaben der Wohnungsreinigung, der Kinderbetreuung sowie der Pflege bedürftiger Personen werden in Deutschland mehrheitlich durch Familienmitglieder und insbesondere Frauen erbracht. Der Markt für familienunterstützende Dienstleistungen ist in Deutschland wenig entwickelt und der Markt ist mehrheitlich ein Schwarzmarkt. Dagegen boomt in Frankreich der Markt der „services à la personne“ seit vielen Jahren. Wir analysierten das französische Erfolgsmodell und dessen Übertragbarkeit auf Deutschland.

Berufsbildung

Berufliche Aus- und Fortbildung ist wichtig für Wachstum, Wohlstand und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Um seine Funktionen dauerhaft zu erfüllen, muss sich das berufliche Bildungssystem ständig weiterentwickeln und auf veränderte demografische und technologische Entwicklungen reagieren.

Wir unterstützen diesen Prozess auf vielfältige Weise, angefangen mit der Analyse von Ausbildungsordnungen über die Begleitung von Modellvorhaben und Förderprogrammen bis hin zur Beratung von Bildungseinrichtungen und fördernden Institutionen. Mit unserer Expertise und langjährigen Erfahrung beraten wir zudem kompetent zu struktur- und infrastrukturpolitischen Fragen.

Evaluation zur Förderung von Jugendwohnheimen

Auf dem deutschen Ausbildungsmarkt stehen sich Regionen mit Versorgungs-, Besetzungs- oder Passungsproblemen gegenüber. Mobilität von Bewerberinnen und Bewerbern unterstützt den Ausgleich dieser regionalen Disparitäten. Jugendwohnheime, die den Jugendlichen preiswerten Wohnraum, Verpflegung und sozialpädagogische Begleitung am Ort ihrer Ausbildung bieten, können die Bereitschaft zu dieser Mobilität erhöhen. Ein zeitgemäßer Zustand der Einrichtungen ist dafür erforderlich, dass Jugendwohnen den Auszubildenden attraktiv erscheint. Entsprechend fördert die Bundesagentur für Arbeit Bauinvestitionen der Jugendwohnheime.

Evaluation der Nachhaltigkeit der ESF-geförderten Maßnahme „Förderung von laufenden Kosten der überbetrieblichen Unterweisung von Auszubildenden im Handwerk“

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ergänzt die betriebliche Ausbildung in Handwerksberufen. In Nordrhein-Westfalen wird die ÜLU aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert, weshalb der Förderung von Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung zukommt. Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW hat InterVal untersucht, in welchem Umfang Nachhaltigkeitsinhalte in der ÜLU vermittelt werden und welche Faktoren die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bei den Lernenden beeinflussen.

Evaluation des Kölner Bildungsmodells

Das Kölner Bildungsmodell ist ein an den besonderen Bedarfen gering qualifizierter Menschen ausgerichtetes Modell der modularen beruflichen Qualifizierung. Es zeichnet sich durch neun Merkmale aus und hat zum Ziel insbesondere Personen aus der Rechtskreis des SGB II, die mit herkömmlichen Qualifizierungsmaßnahmen nicht erreicht werden, erfolgreich beruflich zu qualifizieren und bis zum Berufsabschluss zu führen. Im Auftrag des Kölner Bündnisses für Arbeit und der Bertelsmann Stiftung hat InterVal die Vorteilhaftigkeit des Modells und dessen Erfolgsfaktoren untersucht.

Bildungs- und Berufskarrieren von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Aufstiegsstipendiums

Das Aufstiegsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist das einzige akademische Begabtenförderungsprogramm Deutschlands, das sich an Menschen mit Berufserfahrung richtet. Nach elf Jahren Laufzeit und über 11.000 geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten wurde InterVal 2019 damit beauftragt zu untersuchen, welchen Bildungs- und Berufsweg die geförderten Fachkräfte nach Beendigung der Stipendien genommen und wie sich die finanzielle und die ideelle Förderung hierauf ausgewirkt haben.

Evaluierung der Berufsausbildung in den Schutz- und Sicherheitsdienstleistungen

Mit der Einführung des dualen Ausbildungsberufs „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ im Jahre 2002 wurde erstmals für Unternehmen und ausbildungsinteressierte junge Menschen die Möglichkeit einer geregelten Berufsausbildung nach BBiG in der Schutz- und Sicherheitsbranche geschaffen. 2008 wurde auf Initiative der Wirtschaft zusätzlich der zweijährige Ausbildungsberuf „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ entwickelt und eingeführt. Im Jahr 2014 wurden wir vom Bundesinstitut für Berufsbildung damit beauftragt, beide Berufe gemeinsam zu evaluieren.

Externe Evaluation des ESF-Programms „JOBSTARTER CONNECT – Einsatz von Ausbildungsbausteinen zur Ausbildungs- und Berufsintegration“

Seit sehr vielen Jahren wird die Inflexibilität und mangelnde Durchlässigkeit der betrieblichen Ausbildung in Fachkreisen bemängelt. Der Innovationskreis berufliche Bildung, der im Jahr 2007 eingerichtet wurde, empfahl dem BMBF Ausbildungsbausteine zu entwickeln und zu erproben, insb. um den Übergang in Ausbildung zu verbessern. Das Bundesinstitut für Berufsbildung wurde mit der Entwicklung von bundeseinheitlichen und kompetenzbasierten Ausbildungsbausteinen beauftragt, die ab 2009 im Programm JOBSTARTER CONNECT erprobt wurden. InterVal hat diese Erprobung über mehrere Jahre begleitend evaluiert.

Entwicklung von Kriterien zur Ermittlung der erforderlichen Ausbildungsdauer von Ausbildungsberufen nach BBiG/HwO

Bei der Neueinführung und Modernisierung von Ausbildungsordnungen müssen sowohl die aktuellen Anforderungen der jeweiligen Branche als auch die heterogenen Perspektiven relevanter Akteure berücksichtigt werden. Dabei stellt sich auch die Frage nach der für einen Ausbildungsberuf geeigneten Ausbildungsdauer. InterVal unterstützte das BMWi mit der Entwicklung valider Kriterien zur Bestimmung der jeweiligen Dauer.

Arbeitsmarkt

Beschäftigung am Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe und ermöglicht neue Qualitäten von Verwirklichungschancen. Trotz der in den letzten zehn Jahren sichtbaren Erfolge am Arbeitsmarkt, zeigt die relativ konstante Zahl der Langzeitarbeitslosen einen weiterhin großen Handlungsbedarf auf. Zunehmender Fachkräftemangel steht dem gegenüber. Wir forschen zu den Institutionen, die für die Grundsicherung und die aktive Arbeitsförderung zuständig sind, zu speziellen Instrumenten oder Beratungskonzepten sowie zu ausgewählten Integrationsmaßnahmen für Zielgruppen mit besonderen vermittlungshemmenden Faktoren, wie z. B. psychischen Beeinträchtigungen.

Evaluation des Projektes „Faire Mobilität“

Seit der EU-Osterweiterung in den Jahren 2004 bis 2007 haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der neuen Mitgliedsstaaten die Möglichkeiten der EU-weiten Arbeitnehmerfreizügigkeit genutzt und oftmals prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland aufgenommen. Das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Bundesprojekt „Faire Mobilität“, verfolgt das Ziel, durch Beratung die Rechtssicherheit zu erhöhen und damit im Idealfall auch deren Arbeitsbedingungen zu verbessern.

#rehagramm – Evaluation und Weiterentwicklung beruflicher Integrationsmaßnahmen in Berufsförderungswerken für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

In den letzten Jahren gab es einen deutlichen Anstieg im Auftreten von psychischen Erkrankungen. Im Durchschnitt sind Beschäftigte mit solchen Beeinträchtigungen länger arbeitsunfähig als andere Erkrankte und von einem verfrühten Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit besonders bedroht. Im Projekt „#rehagramm“ haben sich Berufsförderungswerke zusammengeschlossen, um die Konzepte für Integrationsmaßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Forschungsvorhaben Umsetzung der Verwaltungskosten­feststellungs­verordnung

Die Förderung von arbeitsuchenden Menschen in den als gemeinsame Einrichtungen organisierten Jobcentern geschieht in Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit und der Kommunen. Die Verwaltungskosten der Jobcenter summieren sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro. Regelmäßig wird die Höhe der Verwaltungskosten öffentlich kritisiert. Um mehr Klarheit in diesem Feld zu schaffen, wurde am 1. Januar 2012 die Verwaltungskostenfeststellungsverordnung (VKFV) eingeführt.

Evaluationsprojekt Kompetenz-Dienstleistungen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung überfachlicher Kompetenzen für den Arbeitsmarkt hat der berufspsychologische Service der Bundesagentur für Arbeit ein Set von Dienstleistungen zur Kompetenzfeststellung entwickelt. Diese „Kompetenz-Dienstleistungen“ (K-DL) wurden im Jahre 2012 nach einer erfolgreichen Erprobung im Rahmen eines Konzepttestes flächendeckend eingeführt.

(Früh)Kindliche Bildung und Leseförderung

Bereits im frühen Kindesalter werden Grundlagen für Lernprozesse von Kindern und ihre weitere Entwicklung gelegt. So schafft etwa die (familiäre) Sprachförderung im frühen Kindesalter wesentliche Voraussetzungen für den späteren Schriftspracherwerb. Allen Kindern gleichermaßen frühe Lern- und Entwicklungschancen zu ermöglichen, ist deshalb Ziel verschiedener Programme und Projekte.

Wir setzen uns in diesem vielfältigen Bereich schwerpunktmäßig mit Programmen und Projekten zur frühen Sprach- und Leseförderung in Familien und in Einrichtungen im Primarbereich auseinander. Zudem forschen wir zu Kinderrechten und demokratischen Handlungskompetenzen. Wir beschäftigen uns sowohl mit Ansätzen zur Stärkung von Kompetenzen von Eltern als auch von pädagogischen Fachkräften. Ein Fokus unserer Forschung liegt auf Erfahrungen von marginalisierten Kindern.

Wissenschaftliche Begleitung des Programms „Lesestart 1-2-3“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2019 das bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart 1-2-3“ der Stiftung Lesen, das Eltern zu Sprach- und Leseförderung bereits im frühen Kindesalter motivieren soll. Als wissenschaftliche Begleitung untersuchen wir die Wirksamkeit des Programms und tragen programmbegleitend zur kontinuierlichen Optimierung bei.

Begleitende Wirkungsanalyse von „Librileo“

„Librileo“ möchte die frühkindliche Sprachförderung in Familien unterstützen und bietet hierfür Familien mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren Bücherboxen an, die über Leistungen für Bildung und Teilhabe finanziert werden. Die Auridis Stiftung gGmbh unterstützt das Vorhaben und beauftragte uns mit der Wirkungsanalyse zu „Librileo“.

Evaluation des Projekts „LeseOasen – Leseförderung im Ganztag“

Im Rahmen des Projekts „LeseOasen – Leseförderung im Ganztag“ fördert Save the Children Deutschland e. V. die Leseförderung an ausgewählten Einrichtungen zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen, indem lesefreundliche Räume eingerichtet und pädagogische Fachkräfte qualifiziert werden. Wir führen die begleitende Evaluation des Projektes durch.

Forschungsprojekt zu Demokratiebildungsprozessen bei Kindern im Übergang von der Kita in die Grundschule

Frühkindliche Demokratiebildung und eine ganzheitliche Demokratieförderung in Kita, Hort und Ganztagsschulen sind Hauptziele der Arbeit des Kompetenznetzwerks „Demokratiebildung im Kindesalter“. Im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks e. V. führen wir ein Forschungsprojekt zu Demokratiebildungsprozessen von Kindern im Übergang von der Kita in die Grundschule durch.

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Arbeitswelt, aber auch das Lernen und das soziale Leben. Die Digitalisierung eröffnet vielfältige neue Möglichkeiten, sie ist aber auch mit unzähligen Herausforderungen für alle involvierten Akteure und Institutionen verbunden. Bund und Länder fördern in vielfältiger Weise Projekte und Institutionen, damit diese die Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich nutzen und den digitalen Wandel schneller vollziehen können.

Wir beraten, begleiten und evaluieren Initiativen und Programme, die Digitalisierung in unterschiedlichen Handlungsfeldern innovativ gestalten oder beschleunigen wollen und nutzen hierfür internes wie externes Know-how.

Ex-post Evaluation der ersten Programmphase (2016 bis 2019) des BMBF-Sonderprogramms „ÜBS-Digitalisierung“

Seit dem Jahr 2016 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung die beschleunigte Verbreitung digitaler Ausstattungen sowie die Entwicklung darauf angepasster Ausbildungskonzepte in Überbetrieblichen Bildungsstätten und Kompetenzzentren. In der 2019 ausgelaufenen ersten Programmphase wurden Fördermittel in Höhe von über 100 Mio. Euro investiert. InterVal hat 2020 ex post evaluiert, in welchem Umfang die Programmziele erreicht wurden und was wirtschaftlich der Mitteleinsatz war.

Begleitende Evaluation der zweiten Programmphase (2020 bis 2023) des BMBF-Sonderprogramms „ÜBS-Digitalisierung“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2016 mit dem Sonderprogramm „ÜBS-Digitalisierung“ die Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten und Kompetenzzentren. Ziel ist es neue Technologien materiell und konzeptionell in die überbetriebliche ergänzende Ausbildung zu integrieren. Die zweite Programmphase baut auf den Erfahrungen der ersten Phase auf und ist im Bereich der konzeptionellen Projektförderung weiterentwickelt worden. InterVal evaluiert das Sonderprogramm seit 2020 begleitend und unterstützt den Programmerfolg durch kontinuierliche Rückkoppelung von Zwischenergebnissen.

Evaluation des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es unterstützt handwerkliche Unternehmen bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der Digitalisierung ergeben über verschiedene Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote, die sich teils direkt an Betriebe und teils an Multiplikatoren des Handwerks richten. InterVal hat das KDH von 2019 bis Anfang 2021 begleitend evaluiert.

Wissenschaftliche Begleitung BWP 4.0, Los 3

Der „Berufswahlpass“ ist ein Portfolioinstrument der Berufsorientierung und Gemeinschaftsprodukt von 14 Bundesländern, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit. Mit einer jährlichen Auflage von ca. 200.000 Exemplaren zählt er zu den verbreitetsten Maßnahmen am Übergang Schule – Beruf. Acht Länder haben sich unter Federführung von NRW für seine Digitalisierung zusammengeschlossen.

Evaluation der Initiative „Internet erfahren“

Die Sorge vor einer Digitalen Spaltung von Wirtschaft und Gesellschaft besteht schon seit vielen Jahren und InterVal untersucht dieses Themenfeld und Programme in diesem Bereich schon sehr lange. Die vom damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Initiative, die aus den drei Programmen „Erlebnis Internet“, „Internet-Patinnen und -Paten“ sowie „Inklusive Internet“ mit jeweils spezifischen Zielen und Ansätzen bestand, gehört dazu.

Hochschulforschung

Das System der Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen produziert gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Ressourcen. Dabei ist nicht nur die Wissensproduktion, sondern auch die Qualifizierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Blick zu nehmen. Das institutionelle System der Wissenschaft ist durch die im Grundgesetz hervorgehobene Freiheit der Forschung und Lehre im Kern geschützt und muss sich dennoch immer wieder an neue Herausforderungen anpassen. Unsere Studien untersuchten sowohl die speziellen Beschäftigungsbedingungen (z. B. Gleichstellung oder Befristungspraxis) als auch die Prozesse der Forschungsförderung.

Evaluation der Auswirkungen des novellierten Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Die unbefristete Beschäftigung ist in Deutschland das Normalarbeitsverhältnis. Diese allgemein geltende Regel ist auf das Wissenschaftssystem nur bedingt übertragbar, da Beschäftigung darin auch der wissenschaftlichen Qualifizierung dienen soll. Befristungen erfüllen hier die Funktion, dass davon möglichst viele Personen und die Gesellschaft profitieren können. Mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde ein hieran angepasstes Arbeitsrecht geschaffen.

Evaluation „Vertrag über gute Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal“

Mit dem „Vertrag über gute Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal“ haben das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Hochschulen in Trägerschaft des Landes 2016 eine Vereinbarung getroffen, um Veränderungen zugunsten der Beschäftigten zu erwirken. Die Evaluation kombiniert eine Befragung der Hochschulen, Dokumentenanalysen, eine Vertragsdatenanalyse sowie die Befragung von wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften.

Nutzerbefragung interne Forschungsförderung der TU Berlin

Die TU Berlin unterstützt und fördert die Forschungsaktivität ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch ein flexibles Set an Instrumenten zur internen Forschungsförderung. In Ergänzung zur regelmäßigen Selbstevaluation der internen Forschungsförderung durch die TU Berlin wurde 2019 und 2020 eine umfassende Nutzerbefragung durch InterVal zu Kenntnis der Instrumente und zur Zufriedenheit mit ihnen durchgeführt.

Integration

Fragen der Zuwanderung und der Integration betreffen verschiedene Politikbereiche wie Bildung, Arbeit und Soziales. Aber auch die Familienpolitik oder die Förderung des Engagements von Freiwilligen sind betroffen.

Wir forschen u. a. zur beruflichen Integration, etwa zur Frage, wie es gelingt, Deutschland attraktiv für Fachkräfte aus dem Ausland zu machen; oder dazu, wie bereits in Deutschland lebende Migrantinnen und Migranten dabei unterstützt werden können, ihre Qualifikationen und Potenziale bestmöglich zu nutzen. Zudem beschäftigen wir uns mit öffentlichen Programmen und Maßnahmen, die die soziale Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte unterstützen.

Evaluation des Projektes „Faire Mobilität“

Seit der EU-Osterweiterung in den Jahren 2004 bis 2007 haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der neuen Mitgliedsstaaten die Möglichkeiten der EU-weiten Arbeitnehmerfreizügigkeit genutzt und oftmals prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland aufgenommen. Das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Bundesprojekt „Faire Mobilität“, verfolgt das Ziel, durch Beratung die Rechtssicherheit zu erhöhen und damit im Idealfall auch deren Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Begleitende Evaluation des Projekts „Integrationsbegleiterinnen in Kitas“

Die Integration von Familien mit Flucht- oder Migrationsgeschichte zu unterstützen, ist Ziel des Modellprojekts „Integrationsbegleiterinnen in Kitas.“ Es wird seit 2016 von der AWO OWL in Ostwestfalen-Lippe mit Förderung durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) und die Auridis Stiftung gGmbH durchgeführt. Wir wurden mit der Evaluation des Projekts beauftragt.

Werdegang internationaler Fachkräfte und ihr Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und des zunehmenden Fachkräftemangels in vielen Branchen und Regionen hat uns das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2013 mit einer Studie zur Rekrutierung internationaler Fachkräfte durch kleinen und mittleren Unternehmen beauftragt. Wir haben in der Breite den Status quo erfasst und Good-Practice-Beispiele identifiziert und aufbereitet. Komplettiert wurde die Studie durch die Perspektive internationaler Fachkräfte.

Evaluierung der schulinternen Umsetzung des Kompetenzfeststellungsverfahrens komPASS³ in internationalen Förderklassen in NRW

Die erfolgreiche Berufsorientierung junger Menschen ist von ausschlaggebender Bedeutung für ihre spätere Integration in den Arbeitsmarkt. Umgekehrt ist ein nicht gelungener bzw. verzögerter Übergang aus der Schule in den Beruf mit hohen individuellen und gesellschaftlichen Kosten verbunden. Vor diesem Hintergrund wurden in Nordrhein-Westfalen verschiedene Programme zur Verbesserung der Berufsorientierung junger Menschen aufgesetzt.

Evaluierung der Zusammenarbeit zwischen der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und den Jugendmigrationsdiensten (JMD)

Die bundesgeförderten Beratungsdienste „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) und „Jugendmigrationsdienste“ (JMD) bilden wichtige Grundpfeiler der deutschen Integrationspolitik. Das gemeinsame Ziel der beiden Dienste ist, die soziale und berufliche Integration von Zugewanderten zu unterstützen. Wir wurden mit der Evaluierung der Zusammenarbeit und der Erarbeitung von Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung beauftragt.

Innovationspolitik

Innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozesse sind die Quelle wirtschaftlicher Entwicklung. Ihre erfolgreiche Vermarktung, auch auf internationalen Märkten, ist die Basis gesellschaftlichen Wohlstands. Mit einem breiten Repertoire an Förderprogrammen und Instrumenten stimulieren Bund und Länder daher die Innovationskraft von Unternehmen, Regionen und Branchen sowie die Digitalisierung der Wirtschaft.

Wir evaluieren technologieoffene Innovationsförderprogramme, die sich meist an kleine und mittlere Unternehmen richten. Über eine besondere Expertise verfügen wir in den Bereichen Digitalisierung sowie Innovationen durch Normen und Standards, in der Evaluation von netzwerk- und clusterpolitischen Initiativen sowie in der Indikatoren gestützten, begleitenden Erfolgskontrolle.

Evaluierung des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen

Das Markterschließungsprogramm (MEP) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützt seit 2012 branchenübergreifend Unternehmen bei der Erschließung von neuen Absatzmärkten im Ausland. In engem Kontakt und Abstimmung mit dem Auftraggeber haben wir die Evaluation des MEP vorgenommen. Dabei haben wir die Zielerreichung, die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Programms analysiert und bewertet.

Evaluation des Programms go-cluster des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Mit dem Programm „go-cluster“ verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit 2012 das Ziel, die Professionalisierung von Clustermanagements in Deutschland voranzutreiben. Wie bereits beim Vorgängerprogramm wurden wir mit der Evaluierung des Programms sowie der Entwicklung von Kriterien für die künftige Erfolgskontrolle beauftragt.

Evaluation des „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“

Im März 2016 wurde das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Es bietet Unternehmen Informationen und Beratung zur betrieblichen Integration von Flüchtlingen und befördert, insbesondere über Veranstaltungen, deren Austausch und Vernetzung. Ziel ist es zum einen bestehendes betriebliches Engagement von Unternehmen sichtbar zu machen und zu stärken und zum anderen interessierte Unternehmen zu unterstützen, die erstmalig Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden wollen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das NETZWERK von Beginn an und hat nach einer Anlaufphase InterVal mit einer Evaluation beauftragt.

Evaluierung der Fördermaßnahme „Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen durch Normung und Standardisierung (TNS)“

Normung und Standardisierung befördern zur Durchsetzung von Innovationen am Markt, daher sind Normung und Standardisierung Erfolgsfaktoren des Innovationsprozesses. Aufgrund positiver externer Effekte investieren private Unternehmen und auch öffentliche Forschungseinrichtungen jedoch zu wenig eigene Ressourcen in Normung und Standardisierung, was durch die Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie kompensiert werden soll. InterVal hat die Reichweite, Wirksamkeit und Effizienz dieses speziellen Förderprogramms evaluiert.

Unterstützung und Begleitung des EWM 2015 – 2017 der Cluster der innoBB und innoBB plus

Mit einer gemeinsamen Innovationsstrategie (innoBB) fördern die Länder Berlin und Brandenburg seit dem Jahr 2011 ausgewählte Zukunftsfelder durch den Ausbau von Clusterstrukturen. Über eine Dauer von drei Jahren entwickelten und implementierten wir ein Ergebnis- und Wirkungsmonitoring (EWM) für diese Strategie, das seither von den Clustermanagements und zuständigen Verwaltungen beider Länder genutzt wird und deren Arbeit erleichtert.