Berufliche Rehabilitation

Das System der Erst- und Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt ist seit einiger Zeit und nicht zuletzt durch die UN-Behindertenrechtskonvention unter Druck geraten, stärker inklusive Formen der beruflichen Teilhabe zu fördern.

Wir forschen in diesem Feld zu den Chancen von Programmen und Initiativen und nehmen die Handlungslogiken und Rahmenbedingungen relevanter Institutionen mit in den Blick. Dazu zählen z.B. Inklusionsbetriebe, Werkstätten für Behinderte und Arbeitsagenturen. Des Weiteren beraten wir beteiligte Akteure auch ex ante und prozessbegleitend bei der Erprobung innovativer Ansätze.

Evaluation der Förderung von Inklusionsbetrieben

Inklusionsbetriebe nach § 132 SGB IX (bis 2017 unter den Namen Integrationsprojekte) bieten solchen schwerbehinderten Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, denen es trotz Ausschöpfens aller Möglichkeiten nicht gelingt, in anderen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts eine Beschäftigung zu finden. Wir forschen im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) dazu, welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren gegeben sein müssen, damit die Förderung von Integrationsprojekten wirksam und nachhaltig erfolgen kann.

Aktivierung und Integration (langzeit-)arbeitsloser blinder und sehbehinderter Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen finden auch dann, wenn sie eine bedarfsgerechte berufliche Qualifikation erworben haben, nur sehr schwer Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund haben sieben Partnerinstitutionen das Projekt AKTILA-BS ins Leben gerufen, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird. Wir führen die wissenschaftliche Begleitung von AKTILA-BS durch.

#rehagramm – Evaluation und Weiterentwicklung beruflicher Integrationsmaßnahmen in Berufsförderungswerken für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

In den letzten Jahren gab es einen deutlichen Anstieg im Auftreten von psychischen Erkrankungen. Im Durchschnitt sind Arbeitnehmer mit solchen Beeinträchtigungen länger arbeitsunfähig als andere Erkrankte und von einem verfrühten Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit besonders bedroht. Im Projekt #rehagramm haben sich Berufsförderungswerke zusammengeschlossen, um Konzepte für Integrationsmaßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Demografischer Wandel

Demografische Entwicklungen wie steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenzahlen, aber auch Wanderungsbewegungen stellen Bund, Länder und Kommunen vor vielfältige, regional sehr unterschiedliche Herausforderungen. Unter anderem gilt es, die gesellschaftliche Teilhabe und den Zugang zu sozialer Infrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

Wir begleiten und evaluieren in diesem Feld Programme, die durch freiwilliges Engagement sowie generationenübergreifende und sozialraumorientierte Ansätze soziale Teilhabe verschiedener gesellschaftlicher Gruppen fördern. Des Weiteren beleuchten wir, inwiefern in einer alternden Gesellschaft Familien und Individuen durch gesetzliche Regelungen unterstützt werden können.

Evaluation im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus

Mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 bundesweit 540 Einrichtungen, die mit dem Engagement vieler freiwillig Engagierter verschiedenste Angebote für die Bevölkerung vor Ort setzen – für Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft. Als Programmpartner evaluieren wir das Bundesprogramm und moderieren einen Sonderschwerpunkt.

Qualitative Evaluation des Förderprogramms Generation³

Freiwilliges Engagement von Jugendlichen zu unterstützen und Mitbestimmung junger Menschen in der Politik und in der Gesellschaft zu verbessern sind Hauptziele des Programms „Generation³“. Von 2015 bis 2019 werden hierfür mit Mitteln des Landes Niedersachsen innovative Projekte von jungen Menschen gefördert. Wir wurden mit der begleitenden qualitativen Evaluation des Programms beauftragt.

Untersuchung der Regelungen des Pflegezeitgesetzes und des Familienpflegezeitgesetzes

Die Zahl der im häuslichen Umfeld durch meist weibliche Angehörige betreuten Pflegebedürftigen steigt stetig und macht die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden wir beauftragt, die Gesetzesänderungen von Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) zu untersuchen.

Gesetzesevaluationen

Mit der Einführung neuer und der Modernisierung bestehender gesetzlicher Regelungen verfolgt der Gesetzgeber meist sehr konkrete und auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelte Ziele.

Wir untersuchen die rechtstatsächlichen Auswirkungen von Gesetzen auf die jeweiligen Zielgruppen und gehen der Frage nach, in welchem Maße die Ziele der Gesetzgebung in der Praxis erreicht wurden. Dabei kombinieren wir sozialwissenschaftliche Evaluationsmethoden mit der jeweils notwendigen juristischen Expertise unserer Partner. So erfüllen wir gesetzlich verankerte Evaluationsaufträge und liefern dem Gesetzgeber empirisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Weiterentwicklung der bestehenden Rechtslage.

Evaluierung der Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reform)

Im September 2009 trat das „Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)“ in Kraft (Artikel 1 des „FGG-Reformgesetzes“). Es führte zu einer Neuordnung der Regelungen für Familiensachen sowie für Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Betreuungs- und Unterbringungs- sowie Nachlass- und Registersachen. Durch die Reform sollten unter anderem Regelungslücken geschlossen, die rechtsstaatliche Ausgestaltung von Verfahren verbessert sowie eine anwenderfreundlichere Sprache und Aufbau des Gesetzes erreicht werden.

Evaluation des Anerkennungsgesetzes

Am 1. April 2012 trat in Deutschland das Anerkennungsgesetz in Kraft, das seither die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen regelt. Der im Gesetz gesicherte allgemeine Rechtsanspruch auf ein geregeltes Anerkennungsverfahren gilt für alle Menschen mit im Ausland erworbenem Berufsabschluss. Um zu überprüfen, inwiefern die Ziele des Gesetzes vier Jahre nach seiner Einführung erreicht wurden, haben wir den gesetzlich verankerten Evaluationsauftrag ausgeführt.

Untersuchung der Regelungen des Pflegezeitgesetzes und des Familienpflegezeitgesetzes

Die Zahl der im häuslichen Umfeld durch meist weibliche Angehörige betreuten Pflegebedürftigen steigt stetig und macht die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden wir beauftragt, die Gesetzesänderungen von Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) zu untersuchen.

Übergang Schule-Beruf

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen mit komplexen Herausforderungen der Identitätsfindung verbunden. Für individuell oder sozial Benachteiligte besteht ein besonderes Risiko, an den Anforderungen dieses Prozesses zu scheitern.

Wo vielversprechende Ansätze erprobt werden, um Brüche im Übergang zu vermeiden, sind wir seit Jahren mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu Erfolgsfaktoren und notwendigen Rahmenbedingungen dabei. So evaluieren wir Ansätze zur Vorbereitung dieses Übergangs in der Schule, z. B. durch Berufsorientierung oder Prävention von Schulverweigerung, ebenso wie solche zur Hinführung entkoppelter junger Menschen an Bildungsprozesse und das Sozialleistungssystem oder zur rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit von Institutionen.

Evaluation des Bundesprogramms RESPEKT

In Deutschland steht ein ausdifferenziertes und über das Sozialgesetzbuch (SGB) rechtlich normiertes System sozialer Leistungen mit einem komplementären Angebot allgemeiner schulischer Bildung zur Verfügung. Ein nicht unerheblicher Teil junger Menschen mit Problemen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit wird von diesem System jedoch nicht erreicht bzw. greift dabei nicht auf die verfügbaren Hilfestellungen des Systems zurück.

Evaluation der Hamburger Jugendberufsagentur

Mit der Einführung des SGB II sind parallel drei Sozialleistungsträger für die Förderung und Beratung Jugendlicher zuständig: die Agenturen für Arbeit, die Träger der Jugendhilfe und die Grundsicherungsstellen. Hinzu kommen die schulischen Akteure mit ihren Schnittstellen zu den Sozialleistungsträgern. Mit der Zusammenführung ihrer Leistungen unter dem Dach der Jugendberufsagentur Hamburg wird den daraus resultierenden Herausforderungen begegnet.

Evaluation des BMBF Programms zur Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Eine erfolgreiche Berufsorientierung sowie die Ausbildung von Berufswahlkompetenz kann dazu beitragen, Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Um die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2008 das Programm zur „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ (BOP).

Integration

Fragen der Zuwanderung und der „Integration“ betreffen verschiedene Politikbereiche wie Bildung, Arbeit und Soziales. Aber auch die Familienpolitik oder die Förderung des Engagements von Freiwilligen sind betroffen.

Wir forschen u. a.  zur beruflichen Integration, etwa zur Frage, wie es gelingt, Deutschland attraktiv für Fachkräfte aus dem Ausland zu machen; oder dazu, wie bereits in Deutschland lebende Migrantinnen und Migranten dabei unterstützt werden können, ihre Qualifikationen und Potenziale bestmöglich zu nutzen. Zudem beschäftigen wir uns mit öffentlichen Programmen und Maßnahmen, die die soziale Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte unterstützen.

Werdegang internationaler Fachkräfte und ihr Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und des zunehmenden Fachkräftemangels in vielen Branchen und Regionen hat uns das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2013 mit einer Studie zur Rekrutierung internationaler Fachkräfte durch kleinen und mittleren Unternehmen beauftragt. Wir haben in der Breite den Status quo erfasst und Good-Practice-Beispiele identifiziert und aufbereitet. Komplettiert wurde die Studie durch die Perspektive internationaler Fachkräfte.

Evaluierung der schulinternen Umsetzung des Kompetenzfeststellungsverfahrens komPASS3 in internationalen Förderklassen in NRW

Die erfolgreiche Berufsorientierung junger Menschen ist von ausschlaggebender Bedeutung für ihre spätere Integration in den Arbeitsmarkt. Umgekehrt ist ein nicht gelungener bzw. verzögerter Übergang aus der Schule in den Beruf mit hohen individuellen und gesellschaftlichen Kosten verbunden. Vor diesem Hintergrund wurden in Nordrhein-Westfalen verschiedene Programme zur Verbesserung der Berufsorientierung junger Menschen aufgesetzt.

Evaluierung der Zusammenarbeit zwischen der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und den Jugendmigrationsdiensten (JMD)

Die bundesgeförderten Beratungsdienste „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) und „Jugendmigrationsdienste“ (JMD) bilden wichtige Grundpfeiler der deutschen Integrationspolitik. Das gemeinsame Ziel der beiden Dienste ist, die soziale und berufliche Integration von Zugewanderten zu unterstützen. Wir wurden mit der Evaluierung der Zusammenarbeit und der Erarbeitung von Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung beauftragt.

Berufsbildung

Berufliche Aus- und Fortbildung ist wichtig für Wachstum, Wohlstand und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Um seine Funktionen dauerhaft zu erfüllen, muss sich das berufliche Bildungssystem ständig weiterentwickeln und auf veränderte demografische und technologische Entwicklungen reagieren.

Wir unterstützen diesen Prozess auf vielfältige Weise, angefangen mit der Analyse von Ausbildungsordnungen über die Begleitung von Modellvorhaben und Förderprogrammen bis hin zur Beratung von Bildungseinrichtungen und fördernden Institutionen. Mit unserer Expertise und langjährigen Erfahrung beraten wir zudem kompetent zu struktur- und infrastrukturpolitischen Fragen.

Evaluation des Projekts Aufstieg durch Kompetenzen

Am deutschen Arbeitsmarkt bestehen in vielen Bereichen Fachkräfteengpässe, die sich Prognosen zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft noch verschärfen werden. Gleichzeitig gibt es mehrere Millionen un- und angelernte Arbeitskräfte, die schlecht oder gar nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind. Wie kann dieser Mismatch aufgelöst werden? Wir evaluieren begleitend ein Projekt der Bertelsmann Stiftung, dessen Ziel es ist, Un- und Angelernten Wege in qualifizierte Beschäftigung zu eröffnen.

Entwicklung von Kriterien zur Ermittlung der erforderlichen Ausbildungsdauer von Ausbildungsberufen nach BBiG/HwO

Bei der Neueinführung und Modernisierung von Ausbildungsordnungen müssen sowohl die aktuellen Anforderungen der jeweiligen Branche als auch die heterogenen Perspektiven relevanter Akteure berücksichtigt werden. Dabei stellt sich auch die Frage nach der für einen Ausbildungsberuf geeigneten Ausbildungsdauer. InterVal unterstützte das BMWi mit der Entwicklung valider Kriterien zur Bestimmung der jeweiligen Dauer.

Evaluierung der Berufsausbildung in den Schutz- und Sicherheitsdienstleistungen

Mit der Einführung des dualen Ausbildungsberufs „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ im Jahre 2002 wurde erstmals für Unternehmen und ausbildungsinteressierte junge Menschen die Möglichkeit einer geregelten Berufsausbildung nach BBiG in der Schutz- und Sicherheitsbranche geschaffen. 2008 wurde auf Initiative der Wirtschaft zusätzlich der zweijährige Ausbildungsberuf „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ entwickelt und eingeführt. Im Jahr 2014 wurden wir vom Bundesinstitut für Berufsbildung damit beauftragt, beide Berufe gemeinsam zu evaluieren.

Arbeitsmarkt

Beschäftigung am Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe und ermöglicht neue Qualitäten von Verwirklichungschancen. Trotz der in den letzten zehn Jahren sichtbaren Erfolge am Arbeitsmarkt zeigt die relativ konstante Zahl der Langzeitarbeitslosen einen weiterhin großen Handlungsbedarf. Wir forschen zu den Institutionen, die für die Grundsicherung und die aktive Arbeitsförderung zuständig sind, zu speziellen Instrumenten oder Beratungskonzepten sowie zu ausgewählten Integrationsmaßnahmen für Zielgruppen mit besonderen vermittlungshemmenden Faktoren, wie  z. B. psychischen Beeinträchtigungen.

Forschungsvorhaben Umsetzung der Verwaltungskosten­feststellungs­verordnung

Die Förderung von arbeitsuchenden Menschen in den als gemeinsame Einrichtungen organisierten Jobcentern geschieht in Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit und der Kommunen. Die Verwaltungskosten der Jobcenter summieren sich jährlich auf mehrere Mrd. Euro. Regelmäßig wird die Höhe der Verwaltungskosten öffentlich kritisiert. Um mehr Klarheit in diesem Feld zu schaffen, wurde am 1. Januar 2012 die Verwaltungskostenfeststellungsverordnung (VKFV) eingeführt.

Evaluationsprojekt Kompetenz-Dienstleistungen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung überfachlicher Kompetenzen für den Arbeitsmarkt hat der berufspsychologische Service der Bundesagentur für Arbeit ein Set von Dienstleistungen zur Kompetenzfeststellung entwickelt. Diese Kompetenz-Dienstleistungen (K-DL) wurden im Jahre 2012 nach einer erfolgreichen Erprobung im Rahmen eines Konzepttestes flächendeckend eingeführt.

#rehagramm – Evaluation und Weiterentwicklung beruflicher Integrationsmaßnahmen in Berufsförderungswerken für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

In den letzten Jahren gab es einen deutlichen Anstieg im Auftreten von psychischen Erkrankungen. Im Durchschnitt sind Arbeitnehmer mit solchen Beeinträchtigungen länger arbeitsunfähig als andere Erkrankte und von einem verfrühten Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit besonders bedroht. Im Projekt #rehagramm haben sich Berufsförderungswerke zusammengeschlossen, um Konzepte für Integrationsmaßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Gleichstellungspolitik

Chancengleichheit für Frauen und Männer zu fördern bedeutet, Frauen wie Männern selbstbestimmte Entscheidungen zur Lebensplanung abseits von Rollenklischees zu ermöglichen und bestehenden geschlechtsspezifischen Benachteiligungen entgegenzuwirken.

Die Bandbreite unserer Evaluationen in diesem Politikfeld, das sowohl den persönlichen, beruflichen wie öffentlichen Bereich betrifft, umfasst sowohl Studien zu spezifischen Hilfsangeboten in schwierigen Lebenssituationen als auch die Evaluation von Ansätzen zur Förderung fairer Einkommensperspektiven und der Vereinbarkeit von Familien und Beruf.

Evaluation des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt

Schwangere Frauen in psychosozialen Notlagen, die sich gezwungen sehen, ihre Schwangerschaft zu verheimlichen, sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe, die vom regulären Hilfesystem möglichst gut aufgefangen werden soll. 2014 trat deshalb das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt (SchwHiAusbauG) in Kraft. Zeitnah nach der Einführung des Gesetzes wurde Interval mit seiner Evaluation beauftragt.

Evaluation eines Projektes zur Beratungsgestützten Einführung des betrieblichen Lohntestverfahrens Logib-D

Logib-D („Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“) ist ein anonym und freiwillig zu nutzendes Lohntestverfahren für Unternehmen, womit Arbeitgeber und Personalverantwortliche Entgeltunterschiede zwischen ihren weiblichen und männlichen Mitarbeitenden analysieren können. Interval wurde beauftragt, die Akzeptanz und Wirksamkeit der beratungsgestützten Einführung von Logib-D sowie den Bekanntheitsgrad des Lohntestverfahrens zu untersuchen.

Expertise zur Entwicklung familienunterstützender Dienstleistungen in Frankreich

Aufgaben der Wohnungsreinigung, der Kinderbetreuung sowie der Pflege bedürftiger Personen werden in Deutschland mehrheitlich durch Familienmitglieder und insbesondere Frauen erbracht. Der Markt für familienunterstützende Dienstleistungen ist in Deutschland wenig entwickelt und der Markt ist mehrheitlich ein Schwarzmarkt. Dagegen boomt in Frankreich der Markt der „services à la personne“ seit vielen Jahren. Wir analysierten das französische Erfolgsmodell und dessen Übertragbarkeit auf Deutschland.

Innovationspolitik

Innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozesse sind die Quelle wirtschaftlicher Entwicklung. Ihre erfolgreiche Vermarktung auch auf internationalen Märkten ist die Basis gesellschaftlichen Wohlstands. Mit einem breiten Repertoire an Förderprogrammen und Instrumenten stimulieren Bund und Länder daher die Innovationskraft von Unternehmen, Regionen und Branchen sowie die Digitalisierung der Wirtschaft.

Wir evaluieren technologieoffene Innovationsförderprogramme, die sich meist an kleine und mittlere Unternehmen richten. Über eine besondere Expertise verfügen wir in den Bereichen Digitalisierung, Innovationen durch Normen und Standards, in der Evaluation von netzwerk- und clusterpolitischen Initiativen sowie in der indikatorengestützten begleitenden Erfolgskontrolle.

Unterstützung und Begleitung des EWM 2015 – 2017 der Cluster der innoBB und innoBB plus

Mit einer gemeinsamen Innovationsstrategie (innoBB) fördern die Länder Berlin und Brandenburg seit dem Jahr 2011 ausgewählte Zukunftsfelder durch den Ausbau von Clusterstrukturen. Über eine Dauer von drei Jahren entwickelten und implementierten wir ein Ergebnis- und Wirkungsmonitoring (EWM) für diese Strategie, das seither von den Clustermanagements und zuständigen Verwaltungen beider Länder genutzt wird und deren Arbeit erleichtert.

Evaluation des Programms go-cluster des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Mit dem Programm „go-cluster“ verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit 2012 das Ziel, die Professionalisierung von Clustermanagements in Deutschland voranzutreiben. Wie bereits beim Vorgängerprogramm wurden wir mit der Evaluierung des Programms sowie der Entwicklung von Kriterien für die künftige Erfolgskontrolle beauftragt.

Evaluierung des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen

Das Markterschließungsprogramm (MEP) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützt seit 2012 branchenübergreifend Unternehmen bei der Erschließung von neuen Absatzmärkten im Ausland. In engem Kontakt und Abstimmung mit dem Auftraggeber haben wir die Evaluation des MEP vorgenommen. Dabei haben wir die Zielerreichung, die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Programms analysiert und bewertet.