Evaluation der Förderung von Integrationsprojekten im Rahmen des Programms Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb und des bestehenden Förderinstrumentariums

Auftraggeber Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Partner: Vert. Prof. Dr. habil. Thomas Gericke, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Laufzeit: 2017 – 2020
Ansprechpartner: Dr. Jörn Sommer

Zum Hintergrund der Evaluation

Inklusionsbetriebe nach § 132 SGB IX (bis 2017 unter den Namen Integrationsprojekte) bieten solchen schwerbehinderten Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, denen es trotz Ausschöpfens aller Möglichkeiten nicht gelingt, in anderen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts eine Beschäftigung zu finden. Durch die gemeinsame Beschäftigung mit Menschen ohne Behinderung zeigen sie in vielen Branchen, wie Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gelingen kann. Sie leisten damit nicht nur einen Beitrag zur beruflichen und sozialen Teilhabe, sondern auch zur Mobilisierung aller verfügbaren Ressourcen bei der Absicherung des zu erwartenden Fachkräftebedarfes. Die Zahl der Inklusionsbetriebe steigt. Die zuletzt 847 aktiven Inklusionsbetriebe haben in ihren fast 26.000 Arbeitsplätzen auch 11.443 Menschen mit Schwerbehinderung in Wertschöpfungsketten eingebunden. Gleichwohl stehen die Inklusionsbetriebe auch vor der Herausforderung, sich im Wettbewerb mit anderen Unternehmen behaupten zu müssen. Zur Frage, wie die Potenziale der Inklusionsbetriebe ausgebaut werden können, besteht entsprechend Forschungsbedarf.

Über die Evaluation

Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist es, herauszufinden, welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren gegeben sein müssen, damit die Förderung von Integrationsprojekten wirksam und nachhaltig erfolgen kann. Zu untersuchen sind damit sowohl ihre betriebswirtschaftlichen Faktoren und Inklusionsstrategien im Rahmen der jeweiligen Arbeits- und Absatzmärkte als auch die Gestaltungsspielräume ihrer Förderung. Als Datenbasis werden insbesondere Projektfallstudien, standardisierte Befragungen und qualitative Interviews mit Integrationsprojekten, Integrationsämtern, Vertreterinnen und Vertretern der Länder sowie der Wirtschaft dienen, die durch Sekundärdatenanalysen ergänzt werden. Mehrere Workshops mit den Beteiligten werden die Ableitung von Schlussfolgerungen aus den empirischen Daten unterstützen.